1. Das Schwert des Ritters Linhardt (GC3WRNR)

 1. Das Schwert des Ritters Linnhardt

(FTF: SmileyCelle)

(Dank an Dr. Donna & hunter2010 für den Beta-Test)

Es begab sich zu einer Zeit, als Feen und Elfen, Riesen, Zwerge, Drachen und Gnome noch allgegenwärtig waren. Zu dieser Zeit war es stolzen und wagemutigen Rittern überlassen, dem Menschen nicht freundlich gesinnte Kreaturen den Garaus zu machen. So auch hier an diesem Ort.

Aus den Dörfern der Umgebung wurden Klagen laut, ein Steinriese solle hier sein Unwesen treiben. Und da beginnt unsere kleine Geschichte:

Die ängstlichen Bauern der Umgebung gaben dem Ritter Linnhardt von Gibtesnicht den Auftrag, den in den Wäldern tobenden Unhold zu züchtigen. Unser junger Ritter nahm den Auftrag an und durchsuchte wagemutig die umliegenden Wälder und Felder. Man muss bedenken, dass Steinriesen unvorstellbare Kräfte gehabt haben - man sprach von der Kraft wie von 20 Gäulen - und sie eine Größe von bis zu 5 Metern erreichten.

Da Ritter Linnhardt trotz seiner wenigen Lenze schon recht erfahren im Umgang mit diesen mystischen Figuren war, machte er sich auch nicht bange als er den Riesen erblickte ...

Er stellte den unumgänglichen Kumpanen zur Rede und befahl ihm sofort diese Gegend zu verlassen, ehe Blut vergossen werde. Das machte den Riesen sehr, sehr wütend. Es kam wie es kommen musste: ein Kampf auf Leben und Tod. Nach hartem Ringen, beide Kontrahenten waren schon fast am Ende ihrer Kräfte, gelang es unserem tapferen Ritter den entscheidenden Stoß mit dem Schwert zu landen: mitten ins Herz des Ungetüms. Schwankend und mit allerletzter Kraft, das schwere Schwert noch in der Brust, stürzte sich der Riese auf Linnhardt und begrub sterbend den Tapferen Ritter unter sich. Dieser wurde von der gewaltigen Last des Riesen augenblicklich zerdrückt und schloss für immer seine Augen.

Der Riese jedoch zerfiel innerhalb weniger Minuten gänzlich zu Staub, der sich zu einem kleinen Hügel auftürmte. Lediglich das steinerne Herz, in dem noch immer das Schwert des Ritters Linnhardt von Gibtesnicht steckte, blieb von ihm übrig.

Dies entdeckten Tage später auch die Dorfbewohner, die Ritter Linnhardt im Walde, genau hier an dieser Stelle, fanden. Hier wurde er feierlich und voll Dankbarkeit begraben. Jedoch das steinerne Herz mit dem Schwert des Ritters sollte fortan als Grabstein dienen.


 

2. Die Nienhagener Teerzwerge (GC3XK4A)

2. Die Nienhagener Teerzwerge

(FTF: Miss Elli und Sir Molch)

Schon viele, viele Jahre bevor in dieser Gegend intensiv nach Erdöl gesucht und gebohrt wurde, waren klitzekleine Zwerge untertage emsig damit beschäftigt, das „schwarze Gold“ ans Tageslicht zu befördern. Das hatte auch einen guten Grund: die Bauern brauchten das Öl um die Radnaben Ihrer Kutschen zu fetten, die Bootsbauer benötigten das Pech um ihre Boote abzudichten und die Apotheker machten daraus Petroleum für die immer mehr in Mode kommenden praktischen Lampen. Außerdem gab es kaum ein Gebrechen bei Mensch oder Vieh, wogegen das Erdöl angeblich nicht half. Nur nannte man das Erdöl damals lediglich Teer, da es in dieser Region doch sehr zähflüssig war.

So lebten unsere Teerzwerge in guter Nachbarschaft mit den umliegenden Dorfbewohnern und man trieb eifrigen Handel miteinander. Mit Beginn der industriellen Förderung von Erdöl, vor allem in dieser Gegend hier, wurde das Auskommen der Teerzwerge immer beschwerlicher. Die Nachfrage nach Ölprodukten stieg stetig. Unsere kleinen Freunde konnten dem nicht mehr nachkommen und gerieten immer mehr in Vergessenheit. Kaum jemand kann sich noch an diese fleißigen Gesellen erinnern. Einzigartig ist eine kürzlich aufgetauchte Filmaufnahme, die Anfang des 20. Jahrhunderts direkt an dem Grubeneingang gemacht wurde:

http://www.youtube.com/watch?v=qoztANuU9hE


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